UNABHÄNGIG. MIT SORGFALT. FÜR DEINE WELT.
Cover: Nur für IHN

Romane · Angekündigt · 15.12.2026

Nur für IHN

Ein Near-Future-Thriller über Mutterschaft und Kontrolle

Von Philipp Thomas

Toivo ist drei Monate alt, als die erste Anzeige kommt. „Bedarf erwartet", steht dort – für ein Kind, das ONE eigentlich noch gar nicht kennen dürfte.

Jane hat diese Art Fehler schon einmal erlebt. Sie weiß, dass es keiner ist.

Liam sieht kein Problem darin. Er ist Plerot: Zweifle nicht an dem, was ist. Aber seine Antworten passen immer weniger zu dem, was das System über ihren Sohn zu wissen scheint.

Zwischen Schlafmangel, einer Ehe, die enger wird statt sich zu lösen, und einem Kind, das wächst, begreift Jane: ONE hat nie aufgehört zuzusehen. Es hat nur gewartet, bis jemand Neues da war.

„Nur für IHN" ist der zweite Band der ONE-Reihe – für Leser von Black Mirror, Qualityland und Der Circle: eine Zukunft, in der Fürsorge und Überwachung nicht mehr zu unterscheiden sind.

Ebook

Taschenbuch

Hardcover

AUF EINEN BLICK

Das Buch im Detail.

Autor
Philipp Thomas
Reihe
ONE
Band
2
Erscheinungstermin
15.12.2026
Sprache
Deutsch

EIN ERSTER EINBLICK

Zwischen den Zeilen.

Leseprobe öffnen

Die Tasche steht seit drei Wochen im Flur.

Jane sitzt am Küchentisch. Eine Hand liegt auf ihrem Bauch, die andere neben dem Laptop. Das Licht über dem Herd ist an. Draußen wird der Himmel langsam heller.

[…]

Auf dem Bildschirm steht ein Formular.

Liam kennt die Überschrift. Er hat die Seite gestern mit Jane angesehen. Name, Termin, medizinische Angaben. Felder, die sie offen gelassen haben. Er weiß, dass sie seit Wochen über einen Satz nachdenkt, der dort eingetragen werden kann.

Welcher Satz es ist, hat sie ihm nicht gesagt.

Er weiß inzwischen vieles. Von dem Chip. Von der Liste. Von der Maklerin, an die sich niemand erinnert. Von den zwanzig Sekunden, in denen etwas aus den Protokollen verschwindet. Er weiß, dass Jane glaubt, ONE habe ihre Wohnung ausgesucht und ihr Treffen vorbereitet. Vielleicht auch ihn.

[…]

„Du musst das jetzt nicht machen“, sagt er.

„Doch.“

Sie schaut nicht zu ihm. Auf dem Bildschirm blinkt die Einfügemarke. Liam könnte um den Tisch gehen. Dann würde er lesen, bevor sie fertig ist. Er bleibt stehen.

Jane tippt.

Nicht lange. Ein Satz, vielleicht weniger. Dann bewegt sie die Hand zum Rand des Geräts. Liam sieht die Wörter nicht. Er fragt auch jetzt nicht.

[…]

„Bereit?“, fragt Liam.

Jane sieht ihn an.

„Nein.“

Dann nimmt sie seine Hand.

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